Alles rund um Ihre Narkose
Ablauf & häufige Fragen
Unsere jahrelange Erfahrung hat gezeigt, dass Ihnen die Beantwortung einiger Fragen besonders wichtig ist und diese Fragen häufig gestellt werden. Aus diesem Grund haben wir Ihnen eine Auswahl von Fragen mit den entsprechenden Antworten für eine erste Orientierung oder auch als Erinnerung vor der Narkose zu Ihrer Unterstützung zusammengestellt.
Sollte Ihre individuelle Frage damit nicht beantwortet werden, stehen wir Ihnen selbstverständlich auch persönlich zur Verfügung:
Tel.: 0221-20474926
Mail.: mail@anaesthesie-gross.koeln
Vor der Narkose führen wir mit Ihnen ein persönliches Aufklärungsgespräch. Dabei besprechen wir Ihre Krankengeschichte, eventuelle Allergien und frühere Erfahrungen mit Narkosen. Wichtig ist, dass Sie den Aufklärungsbogen vollständig ausfüllen und am Operationstag mitbringen. Falls Sie oder Ihr Kind aktuell einen fieberhaften Infekt haben, melden Sie sich bitte vorab bei uns – dann planen wir gemeinsam das weitere Vorgehen.
Am OP-Tag sollten Sie nüchtern erscheinen: 6 Stunden keine feste Nahrung, 2 Stunden keine Flüssigkeit (nur stilles Wasser oder Tee bis dahin erlaubt). Bitte bringen Sie eine Begleitperson mit – insbesondere, wenn Sie nach der Narkose nicht selbstständig nach Hause kommen können. Tragen Sie kein starkes Make-up und vermeiden Sie Puder. Sollten Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, halten Sie bitte Rücksprache mit uns oder Ihrem Operateur.
Grundsätzlich ja, aber mit Ausnahmen. ACE-Hemmer wie Ramipril, Enalapril oder Captopril sollten Sie am Morgen des Eingriffs nicht einnehmen.
Wenn Sie blutzuckersenkende Medikamente verwenden, besprechen Sie das bitte im Vorfeld mit Ihrem Arzt. Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen, müssen unbedingt mitgeteilt werden. Bringen Sie bitte eine aktuelle Medikamentenliste mit.
In den meisten Fällen leiten wir die Narkose über eine Injektion in eine Vene ein. Sie schlafen dabei rasch und sanft ein. Bei Kindern oder besonderen Eingriffen erfolgt die Narkoseeinleitung manchmal über eine Atemmaske mit Narkosegas, das angenehm aromatisiert werden kann (z. B. mit Himbeer- oder Orangenduft). Währenddessen werden Sie kontinuierlich überwacht.
Das Einschlafen empfinden die meisten Patient:innen als angenehm und ruhig. Manchmal kommt es zu einem leichten Kribbeln im Hals, einem kurzen Brennen im Arm oder einem ungewöhnlichen Geschmack – das ist völlig normal und harmlos. Viele berichten nach dem Aufwachen, dass sie den Moment des Einschlafens kaum wahrgenommen haben.
Je nach Eingriff sichern wir Ihre Atemwege mit einer Larynxmaske oder durch eine Intubation (einen weichen Kunststoffschlauch in der Luftröhre). Dadurch stellen wir sicher, dass Ihre Atmung stabil bleibt. Leichte Heiserkeit oder Schluckbeschwerden danach sind möglich, verschwinden aber meist schnell.
Nach dem Eingriff kommen Sie in unseren Aufwachraum, wo Sie unter ärztlicher Aufsicht bleiben, bis Sie sich wohl fühlen. Eventuelle Beschwerden wie Übelkeit oder leichte Schmerzen können dort direkt behandelt werden. Sobald Sie fit sind, dürfen Sie in Begleitung nach Hause. Wichtig: Am selben Tag dürfen Sie nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen.
Ruhen Sie sich gut aus und nehmen Sie bei Bedarf die verordneten Schmerzmittel ein. Achten Sie auf die Ernährungsempfehlungen des Operateurs. Aus anästhesiologischer Sicht dürfen Sie essen und trinken, sobald Sie sich wohl fühlen. Bitte sorgen Sie dafür, dass Sie telefonisch erreichbar sind, falls Rückfragen entstehen.
Nach der Narkose können Sie in der Regel wieder essen und trinken, sobald Ihr Arzt es erlaubt und Sie sich fit fühlen. Nach der Aufwachphase beginnen Sie am besten mit leichten Speisen und stillen Getränken.
Leichte Übelkeit nach einer Narkose kann vorkommen. Diese ist in der Regel kurzzeitig und behandelbar. Im Aufwachraum können wir gezielt Medikamente gegen Übelkeit verabreichen. Sollte die Übelkeit zu Hause anhalten, kontaktieren Sie bitte Ihre Praxis oder den operierenden Arzt.
Das sogenannte „intraoperative Bewusstsein“ ist äußerst selten. Moderne Narkoseverfahren, ständige Überwachung und individuelle Dosierungen machen dies nahezu ausgeschlossen. Sie können sicher sein, dass Ihr Bewusstsein zuverlässig ausgeschaltet wird und Sie keine Schmerzen verspüren.
Ja. Wenn Sie z. B. eine Regionalanästhesie (Teilnarkose) wünschen oder Angst vor einer Vollnarkose haben, sprechen Sie uns bitte frühzeitig an. Wir erklären Ihnen alle Optionen verständlich und finden gemeinsam die beste Lösung für Ihren Eingriff.
Bis zum nächsten Morgen sollten Sie sich körperlich schonen, nicht Autofahren und keine wichtigen Entscheidungen treffen. Achten Sie darauf, dass jemand bei Ihnen ist oder Sie zumindest erreichbar sind. Bei anhaltenden Beschwerden kontaktieren Sie uns bitte umgehend.
Sechs (6) Stunden nach einer üblichen Mahlzeit hat die Nahrung den Magen fast vollständig verlassen. Für den Fall, dass Sie während der Narkose oder bei der Einleitung erbrechen sollten, ist so das Risiko, dass größere Mengen in die Lunge gelangen können, deutlich reduziert.
Nein. Sechs (6) Stunden vor der Anästhesie dürfen Sie nicht mehr rauchen. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie schon so früh wie möglich vor dem Eingriff auf das Rauchen verzichten, da dieses das Risiko postoperativer pulmonaler Komplikationen erhöht und die Magensäureproduktion anregt.
Es gibt zurzeit keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse dafür, dass schädliche Auswirkungen zu erwarten sind. Sprechen Sie uns gerne im Zweifel an. Je nach OP sind auch Regionalanästhesieverfahren wie bspw. Plexus- oder Spinalanästhesie möglich.
Nein, dies ist nahezu unmöglich. Durch die ständige Überwachung der Kreislaufparameter (Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Puls) sowie des Atemdrucks wird die Narkosetiefe durch den Anästhesisten sehr genau beobachtet und dementsprechend angepasst.
Mit dieser Angst sind Sie nicht allein. Wir versichern Ihnen, dass die modernen Narkoseverfahren sehr sicher sind. Im Gegensatz zu früher werden die Narkosen mit verbesserten Narkosemitteln durchgeführt. Dadurch ist die Narkosetiefe nicht mehr so ausgeprägt und die Medikamente sind deutlich kürzer wirksam. Dies hat zur Folge, dass die Patientinnen und Patienten schon wenige Minuten nach Abstellen der Narkose wieder aufwachen.
Nach einer ambulanten Operation müssen Sie von einer volljährigen Person abgeholt und die ersten 24 Stunden betreut bzw. beobachtet werden. Wurde ein Regionalanästhesieverfahren (z.B. Plexus- oder Spinalanästhesie) durchgeführt, schützen Sie bitte die eventuell noch betäubten Körperteile vor Druckschäden und sonstigen Verletzungen. Wegen der Nachwirkungen der Medikamente dürfen Sie unabhängig von der Narkoseart die ersten 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, keine gefährlichen Tätigkeiten ausführen sowie keine wichtigen Entscheidungen treffen. Wir raten zudem dringend vom Konsum von Alkohol und Nikotin ab.
Sie haben noch weitere Fragen zu Narkoseverfahren?
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!
Wir sind gerne für Sie da, wenn Sie noch weitere Informationen zu den unterschiedlichen Narkoseverfahren benötigen und
